Institut für Verhaltensökonomie: Assessment Center

Ein Assessment-Center ist eine komplexes Auswahlverfahren, bei dem die Kandidaten verschiedene Übungen (Tests, Präsentation, Gruppendiskussion usw.) durchführen müssen. Dabei werden vorher definierte Anforderungsmerkmale (siehe Anforderungsprofil) wie z.B.:

  • Personalführungskompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Kooperationskompetenz
  • strategische Kompetenz
  • Konfliktfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz

überprüft. In einem Assessment-Center werden die Kompetenzen in unterschiedlichen Stationen, die zukünftige Aufgaben simulieren, von einer vorher geschulten Kommission beobachtet und beurteilt. Aufgaben, die hier zum Einsatz kommen, richten sich nach den definierten Anforderungen und können beispielsweise folgende Aufgaben sein:

Assessment Center Institut für Verhaltensökonomie

 

  •  strukturiertes Interview
  • Problemlöseaufgabe
  • Führungsszenario
  • konsensbezogene Gruppenaufgabe
  • Gruppendiskussion
  • Rollenspiel
  • Vortrag 

 

Das Auswahlverfahren sollte sich an den Qualitätskriterien nach der DIN 33430 orientieren.

Die Ergebnisse werden dokumentiert und die Bewerber/innen erhalten ein individuelles Feedback über persönliche Stärken und Entwicklungsbedarfe im Hinblick auf die angestrebte Führungsposition. Dieses dient der Transparenz des Verfahrens, insbesondere jedoch der Reflektion der individuellen Möglichkeiten zur Entwicklung der Bewerberin/des Bewerbers.

Die Teilnehmer erhalten ggf. im Anschluss individuelle Förderprogramme. Auch für diejenigen, die nach der Potenzialanalyse nicht das Zielkriterium erreichen können, sollten weiterhin Ansprechpartner/innen beratend zur Verfügung stehen, um ggf. Erkenntnisse aus dem Verfahren gewinnbringend umzusetzen. Zu denken wäre hierbei beispielsweise an besondere bedarfsbezogene Förderungen, Motivation, nach entsprechender Entwicklung sich nochmals zu bewerben oder Parallelkarrieren bei hoher fachlicher Eignung, um Demotivation zu vermeiden.

Der Inhaber hat seit 2005 ein Vielzahl von Auswahlverfahren konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Unter anderem kulturfaire Verfahren in 35 Ländern und für verschiedenste Hierarchiestufen.

Unseren Verfahren vertrauen Konzerne (Volkswagen, DHL, usw.) genauso wie Bundesbehörden (Bundesinstitut für Risikobewertung) oder Einzelne Unternehmen (LWB Leipzig).

Beispiel – Postkorbübung

Der Posteingang des Mailprogramms ist der heutige Postkorb. Der Bewerber erhält eine Vielzahl Mails (20-30 Mails) und diese Mails haben unterschiedliche Betreffzeilen, Anhänge und Inhalte. Nun geht es darum in einer begrenzten Zeitspanne alle Mails zu bearbeiten. Dabei müssen sowohl Mails beantwortet werden, aber auch Kollegen zurückgerufen, Aufgaben erledigt und/oder delegiert werden.  

Die zu lösenden Probleme sind vielfältig und nicht ausschließlich beruflicher Natur. Rückfragen sind in der Regel nicht möglich. Jede Mail hat dabei bestimmte Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt, zum Beispiel einen festen Abgabetermin. Teilweise können sich diese Rahmenbedingungen auch überschneiden, so dass man gezwungen ist, Prioritäten zu setzen.

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