Psychische Gesundheit in der Pandemie

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Wie wirken sich Lockdowns, Hygiene­maß­nahmen und die entsprechende mediale Bericht­erstattung auf unsere psychische Gesundheit aus?

Diese Frage haben wir uns gemeinsam mit den Expert:innen für Big Data und KI von Hase & Igel gestellt. In den vergangenen Monaten haben wir deshalb eine Vielzahl von Daten ausgewertet und daraus die entsprechenden Schlüsse gezogen. Das Ergebnis wurde nun in einem umfangreichen Whitepaper veröffentlich.

Seit Anfang 2020 bestimmt die Covid-19-Pandemie den Alltag. Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie führten zu massiven Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten, stark reduzierten Sozialkontakten und einem weitgehenden Wegfall von Freizeitaktivitäten. Durch Home Office und Schulschließungen wurden Sozialverbände im Arbeits- und Lernumfeld weitgehend aufgelöst. Zeitgleich mit dieser Disruption war und ist das öffentliche Klima in Politik, Gesellschaft und Medien von Sorge, Angst und Anspannung geprägt. Bereits länger zeichnet sich ab, dass diese Gemengelage zu einem Anstieg psychischer Erkrankungen führt, doch existiert unseres Wissens keine Studie, die für Deutschland differenziert, welche psychische Krankheitsbilder in Abhängigkeit von aktuellen Ereignissen wie stark zunehmen. Ebenso wenig wurde bislang unseres Wissens untersucht, was die Treiber für diese Entwicklung sind – inwiefern also eine Zunahme psychischer Krankheitsbilder auf die Pandemie zurückzuführen ist und ob dies stärker an einer von Angst geprägten sozialen Dynamik oder konkreten Lockdown-Maßnahmen liegt.

Zusammen mit Hase & Igel haben wir uns daher aufgemacht, diese Entwicklungen genauer zu beleuchten und zu untersuchen, welche Maßnahmen und Ereignisse wie zu einem Anstieg psychischer Erkrankungen beigetragen haben. Hierzu haben wir unter anderem knapp 13 Millionen Google-Suchanfragen aus Deutschland aus dem Zeitraum vom 01.01.2019 bis 30.06.2021 ausgewertet und mit weiteren Datensätzen, unter anderem zur medialen Berichterstattung, verknüpft. Unsere Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen lesen Sie im nachfolgenden Whitepaper, das am 10.12.2021 als Preprint bei ResearchGate veröffentlicht wurde.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu unserer Untersuchung und beraten gern aus verhaltensökonomischer Sicht zu den beobachteten Auswirkungen und geeigneten Gegenmaßnahmen.

Die Autoren dieses Whitepapers

Jan Schoenmakers

Gründer und Geschäftsführer von Hase & Igel

Als Experte für Big Data war Jan Schoenmakers in diesem Jahr bereits im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaften bei uns zu Gast. Dort hat er zur Wirksamkeit von Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie referiert.

Bei Hase & Igel führt er zusammen, was viel zu selten zueinander findet: Künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität. Business, Informatik und Psychologie. Data Science, Statistik und Empathie. Unbestechliche Daten und leiden­schaftliche Neugier. So nutzt sein Team die gigantischen Daten­mengen, die menschliches Verhalten jede Sekunde digital hinterlässt, um Fragen an den Markt zu beantworten und neue, entscheidende Muster aufzudecken.

Foto von Prof. Dr. Stephan Buchhester

Prof. Dr. Stephan Buchhester

Inhaber des IfVoe, Leiter des Bereichs Diagnostik

Nach seiner Promotion im Bereich Kompetenzmanagement war der Diplom-Psychologe Prof. Dr. Stephan Buchhester unter anderem als Trainer und Seminarleiter zu den Themen Führung, Leistungsdiagnostik, Gesundheit und Change tätig. 

Als Spezialist für Eignungsdiagnostik gründete er im Jahr 2013 in Leipzig das Institut für Verhaltensökonomie. In diesem verbindet er seine Erfahrungen mit den Kompetenzen erfahrener Kolleg:innen aus den Bereichen Psychologie, Recht, Betriebswirtschaft und IT.

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